TIVOLI

VILLA D'ESTE 1550 von Kardinal Ippolito d'Este erbaut,Sohn von Lucrezia Borgia und Alfoso I d'Este,nach einem Entwurf von Pirro Ligorio,an der Stelle eines mittelalterlichen Viertels genannt Valle Gaudente.Die praechtigen Brunnen werden gespeist durch das Anienewasser,welches der Villa durch eine unterirdische,die gesamte Altstadt durchscheinende Leitung zugefuert wird.Der Binnenhof,der gegenwaertige Eingang,war der Kreuzgang des Benedektinerklosters,das in den Monumentalbau der Villa eingeschlossen wurde.Der italienische Garten steigert die Kunst und Architektur der Renaissancevillen.Die beruehmtesten Brunnen sind:die Hundert-Brunnen Allee,der Brunnen des Bicchierone,der Orgelbrunnen(wo sich eine perfekt funktionierende Orgel befand)der Ovatobrunnen und der Drachenbrunnen.

HADRIANSVILLA Abseits von den bisher beschriebenen Orten,in einem Tal unterhalb Tivolis,liegt die Hadriansvilla mit ihrer eindrucksvollen,grossartigen roemischen Architektur.Sie wurde 118-138 n.C. von Kaiser Hadrian erbaut,der sich persoenlich mit den Plaenen befasste.Der Bau erstreckte sich ueber mehrere Abschnitte,der erste beschaeftigte sich mit dem Umbau einer schon vorhandenen Villa aus republikanischer Zeit.Sie besteht aus einer Vielfalt von Monumantalgebaeuden,Strassen,Wasserflaechen,Thermen,Bibliotheken,Theatern und Tempeln,welche,so wird vermutet,Baulichkeiten nachahmten,die der Kaiser auf seinen Reisen bewundert hatte.

VILLA GREGORIANA Auch Villa des Manlius Volpiscus genannt,welcher zur roemischer Zeit der Besitzer der nicht mehr vorhandenen Villa war.Ihre seltene Schoenheit verdankt sie ihren natuerlichen,vom Wasser des Flusses Aniene erhoehten Reizen.Bewundernswert sind der grosse Wasserfall (Gefaelle ueber 100 m),der ungestuem aus kuenstlichen,1826 nach der Flutkatastrophe gebohrten Stollen hervorstuerzt,sowie die Grotten des Neptun und der Sirenen,wo der Fluss vom Felsen verschluckt wird,um weiter talwaerts wieder zu erscheinen.Die stimmungsvolle,wilde Naturschoenheit macht diese Villa zu einem einzigartigen Ort in der Welt. ANTIKES OSTIA

Die erste roemische Kolonie,wurde traditionsgemaess von Koenig Ancus Marcius an der Muendung des Tibers gegruendet,dort wo nach der Legende von Vergil schon Aeneas gelandet sein soll.Die archaeologischen Zeugnisse lassen jedoch darauf schliessen,dass die Gruendung der Stadt auf das IV.Jahrhundert v.Chr zurueckreicht,vielleicht anfangs nur auf das Castrum (Zittadelle)beschraenkt,dessen Reste in Tuffbloecken,noch heute sichtbar sind.Diese militaerische Kolonie,die der Verteitigung der Muendung des Flusses diente,ist moeglicherweise auch zur Ausbeutung der Salinen gegruendet worden;sie war Sammelhafen und Reparaturwerkstaette der Flotte und Verteilungsort der Lebensmittel fuer Rom.Die Bewohner Ostias waren Kaufleute,Reeder,Beamte fuer die Verteilung der Lebensmittel sowie den Fluss,See-und Landverkehr zustaendiges Personal,Handwerker,Arbeiter,zum Grossteil Auslaender,Freigelassene und Sklaven,in Vereinen zusammengeschlossen,mit verschiedene Sprachen und Religionen.Dies beweisen die Heiligtuemer und die grossen und kleinen Tempel,die nicht nur einheimischen (z.B. La Bona Dea),sondern auch orientalischen Gottheiten gewidmet waren:darunter persische (Mithras),phrygische(Kybele,Attis) und aegiptische(Serapis,Isis).Erst kuerzlich wurde eine Synagoge entdeckt.Auch die Christen haben Zeugnisse hinterlassen.Der wirkliche Hafen von Ostia war der von Claudius gegruendete,"Ostia"oder der "des Augustus"genannte,der zweieinhalb Kilometer von Ostia Antica entfernt nahe dem heutigen Fiumicino Leonardo Da Vinci Flughafen liegt.Doch dieser wurde bald durch den trajanischen,spaeter als "Hafen Roms" bezeichneten ersetzt.

ROEMISCHE HUEGEL

Die historischen Villen der roemischen Provinz sind in vielfacher Hinsicht von aussergewoehnlichem Interesse:Sie umfassen archaeologische und architektonische Sehenswuerdigkeiten,Parkanlagen,Fresken und kostbare Einrichtungen,die ein Kunsterbe von unschaetzbarem Wert bilden. Hier gibt es das kostbare geschichtliche,kuenstlerische und kulturelle Erbe eines architektonisch-botanischen Komplexes zu entdecken,der unter dem Namen "Ville Tuscolane" bekannt ist.Ihr Territorium umfasst die Gemeinden FRASCATI,MONTEPORZIO CATONE und GROTTAFERRATA.Die VILLA ALDOBRANDINI in Frascati (25 km sued-oestlich von Rom) gilt als Koenigin der "Tuscolanischen Villen" und eine der schoensten Villen und Parkanlagen von ganz Europa.Den Palast schuf Giacomo della Porta;das Nymphaeum ist mit Nischen und Statuen geschmueckt.In den Raeumen sind Malereien der Brueder Zuccari und Fresken von Domenichino zu bewundern.Von Giuseppe Cesari,Cavalier D'Arpino genannt,stammen die Wandmalereien,die Bibelepisoden schildern.In der VILLA LANCELLOTTI,die zum teil auf der Villa des Lucullus erbaut wurde,sind malereien von Annibale Caracci erhalten.VILLA FALCONIERI traegt heute den Namen von Kardinal Alessandro Falconieri,der sie 1727 umbauen liess;zuvor hiess sie Villa Rufina.Der Zentralkorpus des Plastes,mit Karikaturen der damaligen Gesellschaft und schoenen Frauengestalten geschmueckt,wurde von Borromini entworfen;den Park ziert ein kleiner rechteckiger See.VILLA TUSCOLANA oder RUFINELLA,in hoeherer Lage erbaut als die anderen Villen,stammt aus dem Jahr 1580.Den Palast dieser praechtigen Residenz,die Lucien Bonapate gehoerte,schuf Luigi Vanvitelli.VILLA TORLONIA,heute ein oeffentlicher Park,wurde 1563 fuer Annibal Caro errichtet,der hier Vaergils Aeneis uebersetzte und nachdichtete.Zur Villa gehoert das imposante Teatro delle Acque,von Carlo Maderno entworfen,in dem Auffuehrungen aller Art veranstaltet werden koennen.Etwas ausserhalb von Monteporzio Catone liegt die VILLA MONDRAGONE.Papst Gregor XIII.Boncompagni gab sie 1515 bei Martino Longhi in Auftrag.Die majestaetische Loggia stammt von Vignola.Der Name der Villa ist von dem Drachen (drago) abgeleitet,der als Wappentier der Boncompagni den Brunnen des Vorplatzes ziert.VILLA MUTI,ein schoenes Beispiel manieristischer Architektur,wurde von Passignano und Pietro da Cortona ausgeschmueckt.VILLA GRAZIOLI in Grottaferrata wurde von Ottaviano Mascherino erbaut.Ihre Dekorationen entstanden in drei verschiedene Phasen,die vom Beginn des 17.Jh.bis zur ersten Haelfte des 18.Jh. reichen.